Kleine Vorstellungsrunde

Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen scheint im Lebens(-Abschnitts)-Status Alleinerziehend ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Der allmorgentliche Elan zum Bergeversetzen gleitet durch die Alltagsstunden unaufhaltsam durch das Schadensbeseitigungs-Gefühl hindurch, an diversen Versagensängsten vorbei, geradewegs auf die stille Kapitulation beim Chaos-Beseitigen in der Küche nach 20 Uhr zu. Und wenn man dann noch ein heimlicher Perfektionist in den Herzvorkammern ist, bleiben bei all den Herausforderungen des Alltags ein kleiner Buckel und die ersten grauen Haare um den vierzigsten Geburtstag herum nicht aus. Kind(er), Job und all die sozialen Ver-Pflichtungen füllen Tag ein, Tag aus den Terminkalender und lassen ein aus der Ferne bekanntes Zeitfenster ,Zeit für mich‘ auf ein Minimum zusammenschrumpfen. Und dieses Zeit-Minimum wird nicht selten mit dem zu-frühen-Einschlafen nach dem endlich-Wegschlafen der Kinder gefüllt, oder, wie in meinem Fall, mit in die schwarze Nacht hineinreichenden endlosen Youtube-Musik-Lyrik-Sessions und einem chronischen Schlafmangel. Das ständige zu-wenig-Gefühl breitet sich in allen Lebensräumen aus: zu wenig gute Mutter, zu wenig karrierebereite Frau, zu wenig Frau mit allen Sinnen. Und wenn dann ein Freund behauptet, man sei doch eine starke Persönlichkeit, erblickt einen ein Staunen darüber, wie das bloß so auf andere wirken könne, wo frau doch ständig von Erschöpfung gejagt und geplagt wird…

 

Nachdem nun mein Lebensabschnitt Alleinerziehend mittlerweile insgesamt über 10 Jahre währt, wage ich zu behaupten, ich kenne ein paar Wege und simple Tricks, mit deren Hilfe einen der Wahnsinn in diesem Rennen um Selbsterhaltung leichter von der Pelle rückt.

 

Ich heiße Joanna, bin alleinerziehende Mama von drei wunderbaren kleinen und großgeratenen Monstern und freue mich, euch mit ein paar Anekdoten aus meinem kleinen Lebensuniversum zu unterhalten. Mit etwas Glück kann ich euch vielleicht auch noch ein Lächeln ins morgendliche oder abendliche Gesicht zaubern, euch Mut oder Trost spenden und ein wohltuendes Gefühl von ‚Ich bin hier nicht allein‘.

Schön, dass du vorbeigeschaut hast! 

 

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Toni

    So schön und authentisch geschrieben, vielen Dank für die kleinen Einblicke :))

  2. Carolin

    Liebe Joanna,
    fantastisch geschrieben!

    1. Joanna

      Danke Carolin, bis zum Wiederlesen 🙂

Schreibe einen Kommentar